Jürg Kienberger

Beschrieb


Ich bin zum Glück zu zweit

Uraufführung am 10. September 2014 im Kleintheater Luzern

Menschsein macht müde. Der Musikspieler Jürg Kienberger sitzt in der Künstlergarderobe und bereitet sich auf seinen Soloauftritt vor. Er hat einen schlechten Tag erwischt; der Nacken ist steif, das Knie schmerzt, die Stimme ist heiser, das Kostüm schon jetzt, vor dem grossen Auftritt anlässlich eines Symposiums zum Thema «Burnout in der Leistungsgesellschaft», vollkommen durchgeschwitzt. Am liebsten würde er abhauen. Was würde das aber für ihn bedeuten, dessen Existenz vom erfolgreichen Bühnenauftritt abhängt? Das Adrenalin wird’s schon richten.

Der junge Haustechniker, der sich nebenbei als talentierter Akrobat entpuppt, bringt frischen Wind in diese arbeitsmüde Garderobe. Die beiden überbieten sich in ihren Darbietungen und lassen gemeinsam grosse Clowns wie Grock, Buster Keaton und Olov Pischkutin wieder aufleben.

Nominierung zum Nachtkritik Theatertreffen 2015 mit der Begründung:

"Kienberger ist ein präziser Fantast, ein grossartiger Menschenkenner, der sich das Thema Burnout vorgeknöpft hat. Mit subtilem Humor verbindet er Situationskomik mit globaler Überforderung, Technik mit Klaviermusik, Akrobatik mit Gesellschaftskritik, und lässt ganz nebenbei verdorrte Sonnenblumen aufblühen."

Mit: Jürg Kienberger (55) und Jeroen Engelsman (25)
Regie: Claudia Carigiet
Musik: Jürg Kienberger
Bühne: Thomas von Arx
Kostüme: Ursina Schmid
Technik: Alessandro Paci
Produktion: Gabi Bernetta

Eine Koproduktion von Jürg Kienberger und Claudia Carigiet mit dem Kleintheater Luzern, dem Theater Chur, dem Theater Ticino Wädenswil und dem Theater Tuchlaube Aarau.